Ich bin ein To do-Listen-Mensch. Gibt doch nichts schöneres, als alle anstehenden Aufgaben übersichtlich aufzuschreiben und dann einzeln wieder durchzustreichen bzw. zu löschen (in der Notizfunktion des iPods).
Letztens schrieb ich mir in meine aktuelle To do-Liste, dass ich dringend eine To do-Liste erstellen muss, nämlich jene für unsere Hochzeitsvorbereitungen. Diese wollte ich schön ausdrucken und sichtbar in den Flur hängen, damit Schatz mitkriegt, was noch alles so zu tun ist. Wieso haben Frauen grundsätzlich die besser Übersicht? Ist beim Thema Haushalt und Urlaub genauso.
Heute hab ich dann heute endlich angefangen, besagte Liste zu erstellen.
Wichtigste anstehende Aufgaben:
Alles rund um die Einladungen (wir brauchen noch viele Adressen *Schatz in den Hintern tret*) und natürlich die Anmeldung beim Standesamt. Die ist kommenden Montag dran. *freu*
Wichtigste in jüngster Zeit gefällte Entscheidungen:
Welche Schneiderin ich bald mal anrufe und dass ich am 1.9. wohl mit zwei Trauzeuginnen aufmarschieren werde, meine ursprüngliche ist nämlich abgesprungen und zwischen den andern beiden Mädels kann ich mich einfach nicht entscheiden.
Noch 185 Tage..
Unsere Hochzeit war so simpel wie möglich. Einen Monat vorher haben wir beim Standesamt den Termin festgemacht, und dann meine Eltern angerufen: “Übrigens, wir heiraten dann in vier Wochen.”
Trauzeugin war bei mir auch sofort klar, ich hab am nächsten Tag meine Patentante in Australien angerufen (die hat da gerade Urlaub gemacht), um zu fragen, ob sie das nicht gerne machen möchte. Der Mann hat einen oder zwei Tage vorher einen alten Freund aus Berlin gefragt: “Wo du jetzt schon mal hier bist, willst du nicht auch noch mein Trauzeuge sein?”
Mich hat’s nie geärgert, dass das bei uns so unspektakulär war, ich hätte mich nur wahnsinnig gemacht bei größeren Vorbereitungen, insofern würde ich nichts anders machen. Es war eine schöne Feier mit wenigen, aber dafür umso lieberen Gästen. Aber ich kann auch verstehen, wenn man sich für sowas etwas mehr Aufwand macht, schließlich soll es ja schon was Besonderes sein.
Ach, weißt du, eine große Feier möchte ich schon haben. Aber wenn ich sehe, was andere Brautpaare für einen Mega-Aufwand drum treiben (alles selber basteln, Programmpunkte noch und nöcher, Gastgeschenke in rauhen Mengen, neben nem Fotografen auch nen Videografen), nun ja, muss jetzt auch nicht sein.
Wir sparen uns so einige Dinge bzw. machen es deutlich kleiner. Hauptsache, gutes Esen und gute Musik und ne Party. Ach ja, und ne schöne Trauung natürlich.
Thema Trauzeugin: War eigentlich ganz einfach: Meine älteste Freundin. Die leider in meiner alten Heimat und daher weit weg wohnt. Die wollte dann deshalb lieber doch nicht.
P.S. Meine Mutter ist jedesmal entsetzt, was es da so alles gibt heutzutage. “Das war vor 30 Jahren aber einfacher, Standesamt, Kirche, Restaurent, fertig.”
Wir haben sogar die Kirche weggelassen. Und gefeiert haben wir bei meinen Eltern und bis auf ein bisschen Catering haben alle möglichen Verwandten was mitgebracht. Es war eher so ein größeres Familientreffen mit anderem Anlass. Sehr schön.
Auf große Hochzeitsfeiern geh ich dann halt einfach als Gast. Das ist dann auch nicht so stressig.
Ach, die Kirche. Die lassen wir auch erst mal weg. Ich könnt ja gut drauf verzichten, aber mein Freund besteht drauf. Wenn wir mal Kinder haben, veranstalten wir eine Traufe, das sind dann zwei Fliegen mit einer Klappe.