Gestern abend hab ich sie ausgeformt, nachdem ich sie vorher ins Gefrierfach gepackt hatte. Das machts einfacher.
Sie flutschte dann auch schön raus… sah aber irgendwie komisch aus.
Gut, das Schwarz war wie erwartet eher ein Anthrazit, aber das ist dann wieder mal der Charme des selbstgemachten.
Weitaus schlimmer war die Tatsache, dass sich in der Seife viele kleine Höhlungen befanden, aus denen es tropfte (es tropft? Die Seife war im Gefrierfach!). Küsschentest bestätigt meine Befürchtungen: Aua, Lauge!
Ich bin ziemlich enttäuscht. Bei einem Dutzend Seifen lief alles super, aber jetzt auf einmal. Und dann auch noch die Seife für Schatz.
Bei Laugennestern hilft nur Einschmelzen. Da würde zwangsläufig eine Matschfarbe rauskommen. Glücklicherweise handelt es sich um eine Schichtseife. Die Schichten sind recht klar abgetrennt. Ich plane daher, die Schichten zu trennen und dann einzeln in der Mikrowelle einzuschmelzen, in der Hoffnung, dann eine ordentliche und verwendbare Seife hinzukriegen.
Mal schauen, wann ich dazu komme. Die nächsten 14 Tage sind so vollgepackt, ich komm zu nix.
Was ich mich jetzt nach wie vor frage: Wie und warum sind diese Laugennester entstanden?
Die Lauge war vollkommen klar, der Seifenleim ausreichend angedickt. Zu heiß ist sie eigentlich auch nicht geworden.
Momentane Vermutungen: Die beiden Komponenten waren zu unterschiedlich temperiert. Oder: Da die Nester sich vor allem zwischen den Schichten befinden, dass der Wodka, den ich zum Festwerden dazwischen gesprüht hatte, der Schuldige ist. Zumal er nix gebracht hat.
*ächz*
Aber es ist noch was interessantes passiert: Das Schwarz hat über Nacht ziemlich nachgedunkelt. Ist zwar immer noch eher grau, aber schon viel besser als vor.
P.S. Fotos gibts auch noch. Heute abend vielleicht.
[...] Der Anblick erinnerte mich leider unangenehm an meine Schland-Seife. [...]